Steigende Angebote im Flugverkehr, internationale kontinentale Verbindungen mit Bus und Bahn, immer mehr Urlaubsreisende: Eines der Kennzeichen der Globalisierung ist die steigende Mobilität, die es ermöglicht, auch die entlegensten Winkel Afrikas aufzusuchen. Die Fluggesellschaften bauen ihre Angebote aus, zudem gibt es immer mehr Fluggesellschaften, die zu günstigen Tarifen buchbar sind. In der Tat war die Mobilität noch nie so groß wie heute. Unzählige Angebote von Reisebüros und Reisegesellschaften bieten preiswerte Angebote zu den exotischsten Reisezielen. Grundlage dieses Booms im Reisegewerbe ist unter anderem die zunehmende Bereitschaft der Menschen, auch fremde Kontinente kennenzulernen, da sie durch die neuen Medien damit vertrauter sind. Durch Fernsehen, Internet und anderes werden fremde Länder greifbar nahe und wecken den Wunsch, das Andere kennenzulernen. Andererseits besteht durch die günstigen Angebote der zahlreichen neuen Airlines und Reisegesellschaften die Möglichkeit, diesen Wunsch zu realisieren. Per Safari durch Nationalparks in Kenia oder eine mutige Wanderung durch den Kaukasus – für Interessierte gibt es kaum mehr Hindernisse, um ihre Träume Realität werden zu lassen.
Andererseits besteht beispielsweise auch innerhalb Deutschlands die Notwendigkeit, mobil zu sein. Arbeitsagenturen definieren einen großen Radius als zumutbar, um eine Arbeitsstelle anzutreten. Wer Karriere machen oder eine Stelle antreten will, muss oft in Kauf nehmen, dass er weit fahren oder umziehen muss. Mobilität – das ist häufig eine Bedingung, die in Stellenausschreibungen zu lesen ist. Paradoxerweise wird auch von Hartz IV-Empfängern, die sich kein Auto leisten können, verlangt, dass sie einen bestimmten Umkreis abdecken, um eine Stelle antreten zu können. Mobilität ist somit auch zu einer Grundbedingung im Rahmen der Globalisierung geworden.